Häufige Fragen zu ASIC-, Pool-, Cloud- und Hosted-Mining
Diese FAQ sammelt wiederkehrende Fragen aus Gesprächen mit Interessierten. Sie ersetzt keine individuelle Beratung, kann aber helfen, typische Missverständnisse und Risiken früh zu erkennen.
Grundlagen & Technik
Ein ASIC ist auf einen Algorithmus spezialisiert und führt genau diese eine Rechenaufgabe extrem effizient aus. Eine GPU ist dagegen flexibel und kann viele verschiedene Aufgaben übernehmen, ist dafür aber bei einem einzelnen Algorithmus weniger effizient. Sobald ein Markt groß genug ist, lohnt sich für Hersteller die Entwicklung dedizierter ASICs – und GPUs werden nach und nach verdrängt.
J/TH beschreibt, wie viel elektrische Energie ein Gerät benötigt, um eine bestimmte Menge an Hashes zu berechnen. Stromkosten sind häufig der größte laufende Kostenblock. Selbst kleine Effizienzunterschiede summieren sich über Monate und Jahre deutlich – besonders bei hohen Strompreisen oder vielen Geräten.
Ja. In vielen Szenarien entscheidet der Strompreis darüber, ob Mining überhaupt tragfähig ist. Bei ungünstigen Tarifen können die Stromkosten bereits kurz nach Anschaffung der Hardware höher ausfallen als die laufenden Erträge. Dann produziert das Setup buchstäblich Verluste pro Stunde Laufzeit.
Betrieb, Kosten & Infrastruktur
Technisch ist das möglich, praktisch aber oft problematisch. ASICs sind laut, erzeugen viel Abwärme und können Elektroinstallationen überlasten, die nicht für Dauerlast in dieser Größenordnung ausgelegt sind. Zudem stellen sie Anforderungen an Kühlung, Luftführung und Brandschutz, die in Wohnumgebungen schwer zu erfüllen sind.
Sehr wichtig. Ohne Monitoring bleiben Ausfälle, Temperaturprobleme oder sinkende Hashrate oft lange unentdeckt. Die Folge sind Ertragsverluste, die in keiner Kalkulation vorgesehen sind. Professionelle Setups arbeiten mit Logging, Alarmen und klaren Wartungsprozessen.
Downtime reduziert direkt die effektive Auslastung. Ein Miner, der nur 80 % der Zeit produktiv läuft, erreicht auch nur 80 % der theoretisch möglichen Erträge. In Szenarien mit knapper Wirtschaftlichkeit kann bereits moderate Downtime dazu führen, dass ein Projekt vom Grenzfall ins Verlustfeld kippt.
Pool Mining
PPS zahlt für jeden gültigen Share einen festen Betrag, unabhängig davon, wann der Pool tatsächlich einen Block findet. Das glättet Schwankungen, ist aber mit höheren Gebühren verbunden. PPLNS verteilt Erträge über einen bestimmten Zeitraum oder eine bestimmte Anzahl von Shares; Auszahlungen schwanken stärker, langfristig ist die Erwartung ähnlich – vorausgesetzt, der Pool arbeitet korrekt.
Wenn ein einzelner Pool einen sehr großen Anteil der Netzwerk‑Hashrate kontrolliert, entstehen Zentralisierungsrisiken. Schon die theoretische Möglichkeit, Blöcke zu zensieren oder Angriffe zu fahren, widerspricht der Idee verteilter Sicherheit. Daher achten viele Teilnehmer bewusst darauf, nicht zu stark zu einem einzelnen Pool zu konzentrieren.
Cloud Mining & Hosted Mining
Weil es schwer zu überprüfen ist, ob die versprochene Hardware in der beworbenen Form tatsächlich existiert und betrieben wird. Viele Plattformen legen zugrunde liegende Kostenstrukturen nicht offen, ändern Wartungsgebühren nachträglich oder arbeiten mit Marketingbotschaften, die ein falsches Bild von Stabilität vermitteln. Historisch gibt es zahlreiche Fälle, in denen Kundengelder in undurchsichtigen Konstrukten verschwunden sind.
Beim Hosted Mining besitzen Sie in der Regel konkrete Hardware, die in einem Rechenzentrum des Anbieters betrieben wird. Bei Cloud Mining erwerben Sie meist nur abstrakte Hashrate‑Verträge. Hosted Modelle können transparenter sein, bringen aber eigene Risiken mit sich – etwa bezüglich Vertragsgestaltung, Standortwahl und langfristiger Verfügbarkeit.
Nein. Auch Hosted Mining bleibt spekulativ. Sie kombinieren Markt‑, Technologie‑ und Difficulty‑Risiken mit Vertrags- und Kontrahentenrisiken. Ein Betreiber kann Gebühren anpassen, Standorte ändern oder den Betrieb einstellen. Wer teilnimmt, sollte realistisch mit einem möglichen Totalverlust rechnen.
Risiken, Rechtliches & Erwartungen
In der Regel nicht. Mining ist spekulativ und kann zu einem vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Wer bereits unter Druck steht oder Schulden hat, setzt sich mit zusätzlichen Fixkosten und Unsicherheiten einer hohen Belastung aus. In solchen Situationen ist es meist sinnvoller, andere Wege zu suchen, statt auf Mining zu hoffen.
Nein. ASIC Shops stellt allgemeine Informationen bereit, ersetzt aber keine individuelle Beratung. Wir geben keine Kauf‑, Verkaufs‑ oder Halteempfehlungen und übernehmen keine Verantwortung für Entscheidungen, die auf Basis der Inhalte dieser Website getroffen werden.
Ein Totalverlust ist realistisch und sollte immer eingeplant werden. Hardware kann schneller veralten als erwartet, Strompreise können steigen, Regulierungen können sich ändern und Anbieter können ausfallen. Wer Mining in Betracht zieht, sollte ausschließlich Kapital einsetzen, dessen vollständiger Verlust verkraftbar ist.